SERVICE HOTLINE +49 421 5595-0
Schriftgröße:

Anzeige


Schallschutzprogramm CALMAR

Mehr als ein Jahr früher als gesetzlich vorgeschrieben startete der Bremer Flughafen schon Ende 2013 das freiwillige Schallschutzprogramm CALMAR. Dafür werden die Flughafen Bremen GmbH und die Fluggesellschaften bis Ende 2019 etwa drei Millionen Euro bereitstellen. Dank des Programms tritt der Flughafen in den direkten Austausch mit seinen Nachbarn. Es bietet Anrainern innerhalb der Schallschutzzonen neben dem behördlichen Verfahren zusätzliche Möglichkeiten zur schnellen und unbürokratischen Erstattung von Schallschutzmaßnahmen in Aufenthalts- und Schlafräumen sowie fachkundige Beratung bei individuellen Fragen.


Spitzenposition beim Schallschutz

Laut Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm sind die Bundesländer dazu verpflichtet, auf Basis von Luftverkehrsprognosen Schallschutzzonen für die von Fluglärm betroffenen Anwohner zu definieren. Bremen hat hierzu bereits 2009 als erstes Bundesland eine entsprechende Verordnung erlassen. Unterschieden wird nach Tag- und Nachtschutzzonen, aus denen sich die Ansprüche für die Erstattung von Schallschutzmaßnahmen an Wohngebäuden ergeben. Der Flughafen Bremen entwickeltein Zusammenarbeit mit Experten der Luftaufsichtsbehörde und Anwohnern das vereinfachte privatrechtliche Verfahren für die Erstattung von entsprechenden Maßnahmen. Das Programm CALMAR läuft bis Ende 2019 und unterstreicht die Vorreiterrolle des Bremer Flughafens in Deutschland.

Schallschutzzonen Flughafen Bremen

Tag-Schutzzone 1

Die Tag-Schutzzone 1 liegt im Bereich zwischen der Neuenlander Straße, der Kattenturmer Heerstraße und dem Arsterdamm. Für Wohngebäude innerhalb der Tagschutzzone 1 werden Schallschutzmaßnahmen in Wohnräumen wie zum Beispiel Wohnzimmer oder Arbeitszimmer erstattet. Wohngebäude, die innerhalb der Tagschutzzone 1 belegen sind, liegen zugleich innerhalb der Nachtschutzzone.

Nacht-Schutzzone 2

Die Nacht-Schutzzone reicht von Kirchhuchting bis Hemelingen. Für Wohngebäude innerhalb der Nacht-Schutzzone werden Schallschutzmaßnahmen in Schlafräumen wie beispielsweise Elternschlafzimmer oder Kinderschlafzimmer erstattet.

WER HAT ANSPRUCH?

  • Eigentümer von Grundstücken mit Wohngebäuden in der Tag-Schutzzone 1: Aufenthaltsräume im Bereich Neuenlander Straße – Ecke Kattenturmer Heerstraße – Ecke Arsterdamm.
  • Eigentümer von Wohnungen in der Nacht-Schutzzone 2: Schlafräume in Wohngebäuden zwischen Kirchhuchting und Hemelingen.

WAS MUSS NACHGEWIESEN WERDEN?

  • Adresse des Wohngebäudes
  • Nachweis der Eigentümerschaft (Grundbuch) bzw. Erbbauberechtigung
  • Art des Wohnobjekts (Wohnung, Einfamilienhaus etc.)
  • Angaben/Pläne über die förderfähigen Wohn- bzw. Schlafräume
  • Vorlage von Kostenvoranschlägen
  • Nachweis durchgeführter Schallschutzmaßnahmen

WORAUF BESTEHT ANSPRUCH?

  • Tag-Schutzzone 1: Kostenerstattung bis maximal 150 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für bauliche Schallschutzmaßnahmen in Wohnräumen, wie zum Beispiel bauliche Verbesserungen an Fenstern, Türen, Wänden, Dächern (siehe §5 Abs. 1 S. 1 und 2, Absatz 4 2. der Fluglärmschutzverordnung (FlugLSV).
  • Nacht-Schutzzone: Kostenerstattung bis maximal 150 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für bauliche Schallschutzmaßnahmen einschließlich Belüftungseinrichtungen in Schlafräumen (siehe §5 Abs. 1 S. 1 und 2, Absatz 4 2. FlugLSV).
  • Kosten für die Unterhaltung oder Erneuerung des Schallschutzes werden nicht ersetzt.

WO KÖNNEN SICH INTERESSIERTE INFORMIEREN?

  • E-Mail: calmar@airport-bremen.de
  • In der Erlebnisausstellung bei der Besucherterrasse im Terminal 1 des Flughafens

Kontakt Schallschutztteam

Bitte kontaktieren Sie uns – wir rufen Sie zurück!

 

Hinweis: Bitte füllen Sie alle mit einem Stern (*) markierten Felder aus.


 


Gut geschützt: Weitere Informationen liefert das Fluglärmportal

Steigende Passagierzahlen im Luftverkehr, Ausbauprojekte an Flughäfen und neue oder sich verändernde Flugrouten haben Fluglärm zu einem Thema in der öffentlichen Diskussion gemacht. Denn mit dem Luftverkehr wächst auch die Belastung für die Anwohner durch Fluglärm. Das Fluglärm-Portal gibt umfassende und sachliche Antworten darauf, wie sich Fluglärm verringern lässt und Menschen vor unzumutbarer Lärmbelastung geschützt werden können.

Weiterführende Links

  • Hier können Sie uns mitteilen, wo Fluglärm auftritt
  • Hier erfahren Sie mehr über die Bremer Fluglärmkommission
  • Relevante Informationen zu Flugbewegungen erhalten Sie hier
  • Hier können Sie sich über Fluglärm beschweren


Schallschutz am Airport

Aktiver und passiver Schallschutz

Der Flughafen Bremen kommt durch gezielte Maßnahmen für den aktiven und passiven Schallschutz seiner Verantwortung nach, die Anwohner durch den von Flugzeugen verursachten Lärm bestmöglich zu schützen. Dabei arbeitet der Flughafen eng mit der Fluglärmschutzbeauftragten des Landes Bremen, der Deutschen Flugsicherung GmbH, den Luftverkehrsgesellschaften und deren Cockpit Crews zusammen. Auch in der Fluglärmkommission (FLK) ist der Bremen Airport vertreten. Dementsprechend offen ist der Flughafen für die Interessen, der in der FLK vertretenden Mitglieder. Dazu zählen unter anderem die Vertreter aus den Bremer Stadtteilen Huchting, Hemelingen, Obervieland und der Neustadt sowie den niedersächsischen Gemeinden Stuhr und Weyhe. 

Aktiver Schallschutz

Aktiver Schallschutz umfasst alle Maßnahmen, die zur Verminderung des Schalls an der Quelle und dessen Ausbreitung führen (etwa leisere Triebwerke oder optimierte Flugrouten).

Passiver Schallschutz

Passiver Schallschutz bezeichnet bauliche Maßnahmen an bestehenden Gebäuden, wie beispielsweise Schallschutzfenster, Lüfter oder die Errichtung von Schallschutzwänden oder -wällen.



Mehr Ruhe am Tag und in der Nacht

Maßnahmen für Umwelt, Nachbarn und Mitarbeiter

Der Flughafen Bremen ist bemüht, die Starts und Landungen zur Nachtzeit auf einem niedrigen Niveau zu halten. Während 2010 zwischen 22:30 bis 6:00 Uhr noch 830 Starts und Landungen registriert wurden, waren es acht Jahre später 675.

Optimierung auf dem Vorfeld

Zur Verminderung der Lärm und Abgasemissionen auf dem Vorfeld verpflichtet der Flughafen Bremen die Airlines dazu, die bordeigene Auxiliary Power Unit (APU) der Flugzeuge während der gesamten Standzeit abzuschalten. Die Energieversorgung am Boden wird durch stationäre oder mobile Stromversorgungsanlagen gewährleistet.

Schonende Landeverfahren

Zum Schutz der Anwohner vor Fluglärm dürfen Piloten Schubumkehr nur aus Sicherheitsgründen verwenden. Die Nutzung von Schubumkehr während der Landung wird in unregelmäßigen Abständen in Messreihen untersucht. Durch die Schubumkehr wird der Schub im Triebwerk entgegen der Bewegungsrichtung umgelenkt. Hierdurch bremst das Flugzeug ab.


Lärmschutzwälle & -wände

Im Nordwesten entlastet ein Lärmschutzwall mit einem Bewuchs auf der Krone die Anwohner der Schwäbisch-Hall-Siedlung. Außerdem wurden am östlichen Ende der Start- und Landebahn Lärmschutzwälle und -wände insbesondere zum Schutz der Anwohner in der Wolfskuhlensiedlung gebaut. Im Nordosten wurde eine mehrere Meter hohe Reetwand mit Acrylglas-Fenstern errichtet.

Optimierte Flugrouten & Lärmmessungen

Um die Beeinträchtigung der Bevölkerung durch Fluglärm möglichst gering zu halten, werden in Zusammenarbeit mit der Fluglärmkommission optimalen An- und Abflugrouten erarbeitet. Neben einer Bündelung der Flugverläufe trägt auch eine geänderte Streckenführung für die Flüge nach Westen und Osten zur Entalstung der betroffenen Anwohner bei. 

Nebenstartbahn für Kleinflugzeuge

Eine zusätzliche 700 Meter lange Startbahn sorgt für eine bessere Verteilung der Lärmemissionen. Kleinflieger starten beispielsweise über den unbewohnten südwestlichen Teil des Flughafens und vermeiden so vor allem höhere Lärmwerte in der Schwäbisch-Hall-Siedlung bei Grolland.

Zeitlich beschränkt: Flugzeiten für Kleinflugzeuge

Zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm sind die Flugzeiten für Leichtflugzeuge und Motorsegler zeitlich beschränkt. Sie dürfen werktags nicht vor 7 Uhr, nicht zwischen 13 und 15 Uhr sowie nicht nach Sonnenuntergang starten und landen. Sonntags und an Feiertagen gilt die Beschränkung vor 9 Uhr und nach 13 Uhr.

Dialog und Austausch

Persönlicher Dialog mit den Nachbarn und fachlicher Austausch bilden die Basis für alle Lärm- und Schallschutzmaßnahmen am Flughafen Bremen. Aus Gesprächen mit den Anwohnern können die Schallschutzexperten konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableiten. Außerdem arbeiten sie eng mit der Fluglärmschutzbeauftragten und der Deutschen Flugsicherung GmbH zusammen. Der Dialog mit Piloten, Airlines und Fluglotsen über Möglichkeiten zur Lärmminderung führt außerdem zu einer nachhaltigen Sensibilisierung aller Verantwortlichen.

Hier können Sie sich über Fluglärm beschweren.