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Umwelt


Calmar

Schallschutzprogramm 2013 - 2019

Mehr als ein Jahr vor der gesetzlichen Zahlungspflicht startete der Bremer Flughafen bereits Ende 2013 das freiwillige Schallschutzprogramm CALMAR. Insgesamt stellen die Fluggesellschaften und der Flughafen bis Ende 2019 etwa fünf Millionen Euro dafür bereit. Der Flughafen tritt damit in den direkten Austausch mit seinen Nachbarn. Das Programm bietet Anrainern innerhalb der Schallschutzzonen neben dem behördlichen Verfahren zusätzliche Möglichkeiten zur schnellen und unbürokratischen Erstattung von Schallschutzmaßnahmen in Aufenthalts- und Schlafräumen sowie fachkundige Beratung bei individuellen Fragen.

Spitzenposition beim Schallschutz

Laut Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm sind die Bundesländer dazu verpflichtet, auf Basis von Luftverkehrsprognosen für das Jahr 2020, Schallschutzzonen für die von Fluglärm betroffenen Anwohner zu definieren. Bremen hat hierzu bereits 2009 als erstes Bundesland eine entsprechende Verordnung erlassen. Unterschieden wird nach Tag- und Nachtschutzzonen, aus denen sich die Ansprüche für die Erstattung von Schallschutzmaßnahmen an Wohngebäuden ergeben. Der Flughafen Bremen entwickelte in Zusammenarbeit mit Experten der Luftaufsichtsbehörde und Anwohnern das vereinfachte privatrechtliche Verfahren für die Erstattung von entsprechenden Maßnahmen. CALMAR läuft bis Ende 2019 und unterstreicht die Vorreiterrolle des Bremer Flughafens in Deutschland.

WER HAT ANSPRUCH?
  • Eigentümer von Grundstücken mit Wohngebäuden in der Tag-Schutzzone 1: Aufenthaltsräume im Bereich Neuenlander Straße – Ecke Kattenturmer Heerstraße – Ecke Arsterdamm
  • Eigentümer von Wohnungen in der Nacht-Schutzzone: Schlafräume in Wohngebäuden zwischen Kirchhuchting und Hemelingen
WORAUF BESTEHT ANSPRUCH?
  • Tag-Schutzzone 1: Kostenerstattung bis maximal 150 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für bauliche Schallschutzmaßnahmen in Wohnräumen, z.B. bauliche Verbesserungen an Fenstern, Türen, Rolladenkästen, Wänden, Dächern (siehe §5 Abs. 1 S. 1 u 2 FluLärmG und Wohnungen)
  • Nacht-Schutzzone: Kostenerstattung bis maximal 150 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für bauliche Schallschutzmaßnahmen einschließlich Belüftungseinrichtungen an Fenstern oder Kaminen (keine Klimaanlagen) in Schlafräumen
  • Kosten für die Unterhaltung oder Erneuerung des Schallschutzes werden nicht ersetzt.
WAS MUSS NACHGEWIESEN WERDEN?
  • Adresse der Wohnung
  • Nachweis der Eigentümerschaft (Grundbuch) bzw. Erbbauberechtigung
  • Art des Wohnobjekts (Wohnung, Einfamilienhaus etc.)
  • Angaben/Pläne über die förderfähigen Wohn- bzw. Schlafräume
  • Vorlage von Kostenvoranschlägen
  • Nachweis durchgeführter Schallschutzmaßnahmen
WO KÖNNEN SICH INTERESSENTEN INFORMIEREN?

Kontakt Schallschutzteam

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Fluglärm-Portal

Gut geschützt vor
Lärm und Schall

Maßnahmen für Umwelt, Nachbarn und Mitarbeiter

Im Rahmen des Umweltschutzes ist dem Bremer Flughafen das Thema Lärm- und Schallschutz ein besonderes Anliegen. Durch gezielte Maßnahmen für den aktiven und passiven Schallschutz kommt der Airport seiner Verantwortung nach, die Anwohner durch den von Flugzeugen verursachten Lärm bestmöglich zu schützen. Dabei arbeitet der Flughafen eng mit der städtischen Fluglärmschutzbeauftragten, der Deutschen Flugsicherung GmbH, den Luftverkehrsgesellschaften und deren Cockpit-Crews zusammen.

aktiv

Aktiver Schallschutz umfasst alle Maßnahmen, die zur Verminderung des Schalls an der Quelle und dessen Ausbreitung führen (etwa leisere Triebwerke oder optimierte Flugrouten).

passiv

Passiver Schallschutz bezeichnet bauliche Maßnahmen an bestehenden Gebäuden, wie beispielsweise Schallschutzfenster oder Lüfter oder die Errichtung von Schallschutzwänden oder -wällen.

Mehr Ruhe am Tag und in der Nacht

Optimierung
auf dem Vorfeld

Zur Verminderung der Lärm und Abgasemissionen auf dem Vorfeld verpflichtet der Flughafen Bremen die Airlines dazu, die bordeigene APU (Auxiliary Power Unit) der Flugzeuge während der gesamten Standzeit abzuschalten. Die Energieversorgung am Boden wird durch stationäre oder mobile Stromversorgungsanlagen gewährleistet.


Schonende
Landeverfahren

Die Nutzung von Umkehrschub während der Landung wird in unregelmäßigen Abständen in Messreihen untersucht. Zur Vermeidung von Lärm darf Umkehrschub bei Landungen nur aus Sicherheitsgründen angewendet werden.





Lärmschutz-
wälle & -wände

Im Nordwesten entlastet ein Lärmschutzwall mit einem besonderen Bewuchs auf der Krone die Anwohner der Schwäbisch-Hall-Siedlung. Außerdem wurden am östlichen Ende der Hauptstart- und -landebahn Lärmschutzwälle und -wände insbesondere zum Schutz der Anwohner in der Wolfskuhlensiedlung gebaut. Im Nordosten wurde eine mehrere Meter hohe Reetwand mit Acrylglas-Fenstern errichtet.

Nebenstartbahn

Eine zusätzliche 700 Meter lange Startbahn sorgt für eine bessere Verteilung der Lärmemissionen. Kleinflieger starten beispielsweise über den unbewohnten südwestlichen Teil des Flughafens und vermeiden so vor allem höhere Lärmwerte in der sogenannten Schwäbisch-Hall-Siedlung.


Dialog und Austausch

Persönlicher Dialog mit den Nachbarn und fachlicher Austausch bilden die Basis für alle Lärm- und Schallschutzmaßnahmen. Aus Gesprächen mit den Anwohnern können die Schallschutzexperten konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableiten. Außerdem arbeiten sie eng mit der Fluglärmschutzbeauftragten und der Deutschen Flugsicherung GmbH zusammen. Der Dialog mit Piloten, Airlines und Fluglotsen über Möglichkeiten zur Lärmminderung führt außerdem zu einer nachhaltigen Sensibilisierung aller Verantwortlichen. Im Interesse einer einvernehmlichen Lösung hat der Bremen Airport gemeinsam mit dem Wirtschaftssenator eine Studie in Auftrag gegeben, die Lärm- und Schallschutzmaßnahmen anderer Flughäfen untersucht und deren Potenziale für Bremen prüft.