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Beim Klimaschutz auf Kurs

Ausgezeichnete Energiebilanzen

am Boden und in der Luft

Der Bremer Airport konnte seinen Energiebedarf durch gezielte Maßnahmen stark senken – und das bei gleichbleibender Fläche und Auslastung. Ob Terminal oder Vorfeld, am Boden oder in der Luft – die konsequente Energie- und Umweltstrategie des Flughafens Bremen hat sich bewährt:

Allein in den Terminalgebäuden wurden zwischen 2009 und 2012 bereits rund 19 Prozent weniger Strom und etwa 45 Prozent weniger Erdgas verbraucht. Das entspricht einer CO2-Ersparnis von 1.372 Tonnen.

LED & Grünes Licht

Tageslicht wird in den Terminals optimal genutzt. Sogenannte Lichtwertschalter erfassen die Lichtmenge und schalten die Beleuchtung nur nach Bedarf ein. Jährlich werden dadurch bis zu 9.900 Kilowattstunden eingespart. Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung in den Fluggastbrücken und Parkhäusern konnte der Energiebedarf um weitere 20.000 Kilowattstunden reduziert werden. Ebenso verbrauchen die 500 neu eingebauten Befeuerungslampen auf der Runway gut 50 Prozent weniger Energie. Auch bei der Straßen- und Außenbeleuchtung der Parkhäuser werden durch gezielte Maßnahmen bis zu 13.000 Kilowattstunden eingespart.

Elektrischer Antrieb

Auf dem Vorfeld sind rund 130 Fahrzeuge im Einsatz. Der Fuhrpark wurde so weit wie möglich elektrifiziert, sodass Gepäck- und Frachtschlepper nur noch mit Strom fahren. Auch andere Fahrzeuge wie Security-Wagen oder mobile Fluggasttreppen verfügen über einen elektrischen Antrieb. Durch die Verlegung von Tanklagern und ein verbessertes Gepäckmanagement wurde der CO2-Ausstoß dank kürzerer Fahrwege zusätzlich vermindert. Mit vier Ladestationen im Parkhaus unterstützt der Flughafen Bremen die E-Mobilität über den Airport hinaus.

Abgase am Boden vermeiden

Zur Verminderung der Lärm- und Abgasemissionen auf dem Vorfeld muss die bordeigene Stromversorgung in Flugzeugen während der gesamten Standzeit abgestellt werden. Anstatt mit Treibstoff erfolgt die Energieversorgung am Boden mit Energie vom Flughafennetz.

Sparsame Rolltreppen

Dank Bewegungssensoren fahren die Rolltreppen am Bremer Airport nur, wenn sie auch gebraucht werden. Damit rollen die Treppen täglich bis zu zehn Stunden weniger. Der Flughafen spart so jährlich etwa 55.000 Kilowattstunden Strom, die entsprechende CO2-Ersparnis liegt bei rund 34 Tonnen im Jahr.

Voller Energie für
höchste Effizienz

Moderne Betriebstechnik schont Ressourcen

Ob Heizung, Kühlung, Lüftung oder Licht – bei Matthias Meyer, Leiter Betriebstechnik laufen alle Fäden zusammen. Oberstes Ziel ist es, den Energieverbrauch zu optimieren. Das heißt, die natürlichen Ressourcen auszuschöpfen und Energie nur da aufzuwenden, wo sie wirklich nötig ist. Mit einer modernen Gebäudeleittechnik werden Bereiche wie Heizung, Lüftung, Licht und sonstige Elektronik in den Flughafengebäuden zentral gesteuert. Das System ermöglicht ein komplettes Energie-Monitoring und sorgt dafür, dass Heizung und Lüftung im Zusammenspiel automatisch und eigenüberwacht geschaltet werden. Beispielsweise wird durch detaillierte Raumnutzungsprofile die Beheizung der Wartebereiche angepasst. Und durch eine automatisierte Steuerung der Dachluken wird natürliche Frischluft genutzt.

Blockheizkraftwerk

Ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW) sorgt am Bremer Flughafen für Strom und Wärme. Durch die Sanierung der Kältetechnik wurde hierfür Platz gewonnen. Seit November 2012 erzeugt das BHKW mit einer Leistung von 400 Kilowatt rund 2.300 Megawattstunden Strom pro Jahr – etwa so viel wie 460 Vier-Personen-Haushalte jährlich verbrauchen. Mit einem thermischen Wirkungsgrad von 48,9 Prozent deckt es zudem einen Großteil des Wärmebedarfs der Terminals ab.

Kältetechnik

Für die Kühlung von Terminal-, Technik- und Serverräumen betreibt der Flughafen Bremen eine eigene Anlage, die die Lüftungsanlagen mit 7°C kaltem Wasser versorgt. 2010 wurden die bis dahin mit Erdgas betriebenen Absorptionskältemaschinen durch elektrische Turbokompressoren ersetzt. Damit wurde der Energiebedarf um 90 Prozent gesenkt. Die neue Anlage, die pro Jahr 310 Tonnen weniger CO2 und 60 Prozent weniger Wasser verbraucht, ist zudem um ein Viertel kleiner.

Fleißige Völker
für den Flughafen

 

Biomonitoring

Seit 2014 sind rund 300.000 Honigbienen auf dem Flughafengelände unterwegs und sammeln fleißig Pollen. Regiert werden die Bienenvölker seit dem Frühjahr 2017 von ganz besonderen Königinnen - die Monarchinnen stammen von der Insel Wangerooge. Diese sind für besondere Ruhe, Gelassenheit und Fleiß berühmt. Als echte Norddeutsche, sind sie der Witterung am Flughafen gut angepasst und ihr Bienenstaat entwickelt sich prächtig. Am Flughafen Bremen werden keine Pestizide eingesetzt, welche als ein Auslöser für das Bienensterben gelten und die blütenreichen Wiesen bieten gesunde und vielfältige Nahrung für die fleißigen Insekten.

 

Erstklassige Qualität für Luft und Honig

Honig vom Neuenlander Feld – neben der Förderung von Bienen  erhält der Flughafen Bremen mit dem süßen Gold aus eigener Herstellung zugleich einen Indikator für Hinweise auf mögliche Schadstoffe in der Umgebung. Honig ist als Naturprodukt bei seiner Entstehung verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Eine Biene macht pro Tag zirka 40 Flüge und besucht etwa 4000 Blüten. Dabei kommt sie mit Schadstoffen in Luft, Regen und auf den Blüten in Kontakt und nehmen diese auf. Folglich können sich Rückstände davon im Honig befinden. Das Monitoring des Bremer Flughafens sieht  vor, dass der süße Nektar durch ein unabhängiges Labor regelmäßig auf Schadstoffrückstände untersucht wird. Die Resultate werden seit 2017 mit denen eines Referenzstandortes in Stuhr Moordeich verglichen. Die chemisch-physikalischen Werte des Flughafenhonigs waren seit 2014 immer einwandfrei und die Ergebnisse sind mit denen des Referenzstandortes vergleichbar.

Gemüse vom Flughafen

Seit Frühjahr 2014 hat der Airport im Nordwesten und im Südosten des Flughafenareals sowie auf dem Gut Varrel einige Kilometer westlich des Airports Spinat und später Grünkohl angepflanzt. Doch statt auf dem Teller landet die Gemüseernte im Labor: Dort werden die großblättrigen Pflanzen auf ihre Schwermetallbelastung untersucht, um daraus Schlussfolgerungen hinsichtlich der Luftqualität in unmittelbarer Flughafennähe zu ziehen. Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen, wurde zum Anpflanzen des Gemüses schadstofffreie Erde verwendet.