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Kann Plastikmüll Menschen eine Perspektive geben?


Datum: 24.04.2018
Kann Plastikmüll Menschen eine Perspektive geben?

Zwei Jahre nach dem das Projekt „Spende Dein Pfand“ am Bremer Flughafen ins Leben gerufen wurde, ziehen die Verantwortlichen Bilanz

24. April 2018| Tragen Sie gerade einen Fleece-Pulli? Dann stecken Sie buchstäblich mitten im Thema drin. Die Rede ist vom Pfand. Genau genommen von der Aktion „Spende Dein Pfand“, die der Flughafen Bremen zusammen mit der ProJob Bremen gemeinnützige GmbH und dem Unternehmen „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland“ ins Leben gerufen hat. Das ist jetzt zwei Jahre her. In dem gemeinnützigen Projekt kümmern sich Langzeitarbeitslose um entsorgte Flaschen vor der Sicherheitsschleuse, die aus Sicherheitsgründen nicht mit ins Flugzeug genommen werden dürfen. In den vergangenen beiden Jahren waren das rund 124.000 Einweg-Flaschen und über 10.000 Mehrwegpfandflaschen. Gesamtwert: rund 32.500 Euro. 
Was das mit einem Fleece-Pulli zu tun hat? Jede Menge. Denn die Pet-Flaschen werden zu Polyesterfasern verarbeitet. Daraus wird in China Kleidung hergestellt. Fleece-Pullis zum Beispiel. 16 Flaschen braucht man für einen Pullover. Aus den 124.000 gesammelten Einweg-Flaschen am Bremer Flughafen könnte man rein theoretisch 7.750 Pullover herstellen. Ob das tatsächlich passiert ist, weiß Thomas Tscheu nicht. Muss er auch nicht. Ihm sind andere Dinge wichtig. Tscheu ist Geschäftsführer der ProJob Bremen gGmbH, einer hundertprozentigen Tochter des Vereins für Innere Mission in Bremen. Ihn freut es, dass er durch die Pfand-Aktion zwei Langzeitarbeitslosen wieder eine Chance geben konnte. „Mit einer fairen Bezahlung über dem gesetzlichen Mindestlohn und einem festen Arbeitsvertrag“, wie er ergänzt. 
Das Pfandgeld ist aber nur Teil des geregelten Einkommens „Deshalb zahlt das Jobcenter den Rest“, erklärt Tscheu. Die beiden „Pfandhelfer“ freuen sich über die neue Aufgabe und das Gefühl wieder gebraucht zu werden. Einer von ihnen ist Jens U. Der ehemalige Lastwagenfahrer ist froh über das Gefühl, wieder gebraucht zu werden. Zudem gefällt dem gelernten Einzelhandelskaufmann, etwas für die Umwelt zu tun. „Das ist für mich nach der langen Arbeitslosigkeit ganz wichtig“, sagt er und fügt stolz hinzu: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal für den Flughafen Bremen arbeiten würde.“
Das Projekt ist für Bremen ein dreifacher Gewinn, sagt Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen in Bremen: „Es ist gut für die Umwelt, gibt Menschen eine geregelte Arbeit und Reisenden das Gefühl, dass ihr Pfand nicht sinnlos in die Tonne geworfen wurde.“

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