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Flughafen wirft ver.di Tarifdilettantismus vor


Datum: 19.04.2017

19.04.2017 | “In unseren Augen spielt ver.di ein böses Spiel mit unseren Mitarbeitern aus der neuen Bremen Airport Handling (BAH). Die Kollegen werden nur unzureichend und meiner Meinung auch falsch über den Stand der Tarifverhandlungen informiert“, sagt Dettmar Dencker, Geschäftsführer der BAH zum heutigen unzulässigen Warnstreik am Flughafen. „Dem heutigen Warnstreik fehlt jede Grundlage. Das Vorgehen von ver.di weisen wir aufs Schärfste zurück. Wir verlangen von ver.di ein Spitzengespräch. Monatelang verweigert uns die Gewerkschaft die Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und verhandelt stattdessen fast ausschließlich über die Bedingungen der Betriebsräte“, sagt Petra Höfers, Leiterin Personal-, Sozial- und Tarifwesen Flughafen Bremen GmbH, zum derzeitigen Verhandlungsstand. „Wir wollten und wollen die Arbeitsplätze am Flughafen sichern für die Kollegen. Die Mitarbeiter, die aus dem Bodenverkehrsdienst der FBG in die BAH übergegangen sind, haben Bestandsschutz und für sie hat sich nichts geändert – nur der Name der Firma. Das letzte Tarif-Gespräch am 4. April wurde ohne einen neuen Termin beendet und von 17 Stunden Tarif-Verhandlungen verwendete ver.di nur rund drei Stunden um über einen Tarif-Vertrag der Beschäftigten zu verhandeln, die restlichen 14 Stunden gingen ausschließlich über die Bedingungen für die Betriebsräte.“ Deshalb ist nach Meinung der Verhandlungspartner auf Seiten der Flughafen Gruppe das Verhalten von ver.di nicht nachvollziehbar.

Die BAH hat ver.di im Sinne ihrer Beschäftigten seit Monaten Folgendes angeboten:

  • Einen Tarifvertrag für einen gemeinsamen Betriebsrat der FBG und BAH. Hier gab es eine Einigung. Ver.di hat die Unterschrift jedoch wieder zurückgezogen. Deshalb ist der Tarifvertrag für die Betriebsräte nicht zustande gekommen.
  • Einen Tarifvertragsentwurf, der sich die ver.di-Tarifverträge anderer Flughäfen und Bodenverkehrsdienste zur Orientierungsgrundlage macht.
  • Er soll für neue Beschäftigte gelten und ist angelehnt an den TVöD. Hier soll der monetäre Teil nicht abgesenkt werden. Lediglich der Tarif-Mantel soll, für die dem Wettbewerb geschuldete Flexibilität der Mitarbeiter, angepasst werden, wie zum Beispiel Urlaub oder Zulagen. 
  • Eine betriebliche Altersvorsorge. Seit Monaten bietet der Flughafen eine Altersvorsorge für die ausgegliederten und für alle neueingestellten Beschäftigten auf gleichem und verlässlichem Niveau wie in der FBG an. Das Tarifgebaren von ver.di gefährdet den Abschluss dieser Verträge, da hier Fristen bei dem Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge einzuhalten sind, um diese beispielsweise für die „Altbeschäftigten“ reibungslos weiterlaufen zu lassen. 

Flughafen verlangt von ver.di einen Tarifvertrag mit Flughafenbezug, so wie ver.di sie überall in der Bundesrepublik mit vergleichbaren Unternehmen abschließt:

  • Der Flughafen will einen Tarifvertrag für die neuen Beschäftigten der BAH mit TVöD-Vergütung und Branchenbedingungen.
  • Ver.di verlangt TVöD für neue Beschäftigte, will aber die Gehälter absenken. Flughafen bietet als Einstieg 10,33 Euro Stundenlohn, ver.di will bis 15 % weniger anbieten (8,78 Euro).
  • Ver.di will nur den TVöD, obwohl dieser Tarifvertrag nicht zur Branche passt. Jeder Wettbewerb mit günstigeren Mitbewerbern wird für die BAH verloren gehen. Damit gefährdet ver.di Arbeitsplätze, statt sie zu sichern.„Wir wollen eine nachhaltige Absicherung der Arbeitsplätze mit einem wettbewerbsfähigen Tarifvertrag. Ziel der Umstrukturierung war es, mit dem Bodenverkehrsdienst wettbewerbsfähig zu werden und damit die Arbeitsplätze zu sichern.  Dafür brauchen wir einen Tarifvertrag, der sich dieser Aufgabe stellt“, sagt Dencker.
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